Was Claude Opus 4.7 wirklich ist (und was es unterscheidet)
Opus 4.7 ist das Flaggschiff der »Claude 4«-Generation von Anthropic und Nachfolger von Opus 4.5 (Mitte 2025) und Opus 4 (Anfang 2025). Es ist das obere Ende eines dreistufigen Menüs (Opus, Sonnet, Haiku), das Anthropic seit Claude 3 im Jahr 2024 beibehält — Opus für schwierigste Aufgaben zum höchsten Preis, Sonnet für den Production-Sweet-Spot, Haiku für kostenempfindliche Massenaufgaben.
Was Opus 4.7 von GPT-5 unterscheidet: stärkere langformatige Schreibstimme, disziplinierteres Befolgen von Anweisungen bei komplexen mehrstufigen Prompts, aggressiveres Prompt-Caching (90% Rabatt auf den gecachten Lesevorgangteil, gegenüber OpenAIs ebenfalls 90%, aber mit unterschiedlichen Cache-Förderregeln), natatives XML-Tag-Strukturieren als kanonisches Prompt-Format und erweitertes Denken — Anthropics Name für explizites, konfigurierbares Chain-of-Thought-Reasoning, das Sie pro Aufruf in Tokens einplanen können.
Wo GPT-5 das Reasoning in einen einzelnen `reasoning_effort`-Parameter kollabierte, offenbart Anthropic »erweitertes Denken« als separaten `thinking`-Block in der API: Sie legen ein `budget_tokens` fest (z. B. 5.000) und Opus 4.7 verbraucht bis zu so viele Thinking-Tokens, bevor es die sichtbare Antwort produziert. Wie Reasoning-Tokens bei GPT-5 werden Thinking-Tokens zum Output-Satz abgerechnet.